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Riegenreise TB

Ursula Lötscher 02.09.2017

Für unsere diesjährige Riegenreise mussten wir laut Wetterbericht mit viel, viel Regen rechnen. Unsere Leitsprüche für diesen Tag waren deshalb: „Wenn Engel reisen… kommt es sicher nicht so schlimm wie gemeldet“ oder „Wer lacht wenn es regnet, der hat die Sonne im Herzen!“. Die Sonne hat sich zwar erst gegen Abend gezeigt, aber den Regen haben wir dann nur etwa 20 Minuten gespürt.

Gestartet haben wir den Tag bestens gelaunt um 07.45 Uhr an der Bushaltestelle bei der Kirche. Von dort fuhren wir mit dem Bus nach Olten und weiter mit dem Zug nach Luzern. Vor der Weiterreise genossen wir im Bistro LUZ ein Kaffee mit Gipfeli. Nur gerade eine Turnerin machte sich den Namen des Bistros zum Programm.

Weiter ging es dann mit dem Schiff nach Kehrsiten, wo wir mit der neu eröffneten Standseilbahn auf den Bürgerstock fuhren. Merklich kühler, aber nur begleitet von wenigen Regentropfen, machten wir uns auf den Weg zum Hammetschwandlift, wo wir kurz vor Mittag ankamen. Nun war es Zeit für ein erstes Apéro, Aussicht geniessen, geschichtliches über den Hammetschwandlift erfahren und dann für die rasante Fahrt mit dem Lift nach oben. Im Bergrestaurant Hammetschwand wurden wir sehr freundlich empfangen. Abgemacht wäre gewesen, dass wir uns draussen aus dem Rucksack verpflegen. Wegen dem nassen Wetter haben unsere Reiseleiterinnen, Sonja Staub und Sandra Wittwer, zusätzlich eine Suppe organisiert. Die Wirtin hatte schlusseldnlich so verbarmen mit uns, dass wir sogar im Restaurant die Suppe und die mitgebrachten Sandwiches essen durften. Das nennen wir Gastfreundschaft. Wir dankten es ihr, in dem wir ein paar Flaschen Wein kauften.

Nach dieser Stärkung fuhren wir mit dem Lift wieder runter und wanderten weiter dem Felsenweg entlang bis zum Hotel Villa Honegg in Ennetbürgen. Auf dieser Strecke regnete es das einzige Mal richtig an diesem Tag. Als Entschädigung gab es im Kaminzimmer auf einem wahnsinnig gemütlichen Sofa eine sehr feine Crèmeschnitte oder Apfelkuchen und natürlich ein Kaffee. Schön, dass auch in so „fürstlichen“ Hotels Wanderer erwünscht sind und nicht nur geduldet werden. Und wer einmal dort ist, muss unbedingt die Toilette aufsuchen, dort gibt es Sachen, die gibt’s gar nicht.

Unser Weg führte weiter zu Fuss bergab, aber auf Grund des schlechten Wetters in einer stark abgekürzten Version. Das Postauto führte uns dann nach Stansstad und der Zug ans Endziel Stans. Weil wir noch etwas früh dran waren, besuchten wir die spezielle „Kafikaufbar“, wo alles gekauft werden kann, sogar der Stuhl auf dem man sitzt.

Als nächstes folgte eine sehr interessante, aussergewöhnliche Führung durch Stans. Frau Flury erzählte uns die geschichtlichen Ereignisse in einer so speziellen Art und Weise, dass wir uns alle vorkamen, als fände das Ganze gerade jetzt statt. Wir hätten ihr noch lange zuhören können, wäre da nicht schon der nächste Termin.

Um 19.00 Uhr war in der Pizzeria Willhelm Tell das Nachtessen bestellt. Lasagne und zwei Arten Pasta  konnten vorab bestellt werden. Es schmeckte allen vorzüglich. Nach einem gemütlichen Abend mit viel Gelächter und Plaudereien stiegen wir wieder in den Zug und fuhren über Luzern nach Olten. Im Bus von Olten nach Neuendorf überlegten noch einige Nimmermüde, ob sie vielleicht in Kappel aussteigen und die Nacht an der Chilbi ausklingen lassen sollen. Die Vernunft siegte aber und so trafen wir alle um viertel nach elf wohlbehalten in Neuendorf ein.

Ein super organisierter Tag mit vielen Highlights und Sachen, die wir noch nicht erlebt haben fand ein Ende. Danke Sonja und Sandra, dass ihr uns Sonjas Heimat näher gebracht habt.

Es war super!