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Skiweekend

Michel Eichenberger 19.01.2020

Skiweekend des TSVN auf der Elsigen-Metsch

Klein aber fein - so kann man das Skigebiet Elsigen-Metsch beschreiben.

Dasselbe galt auch für die Gruppe von 6 aktiven Turnern, die sich am Samstagmorgen des 18ten im Januar mit 2 Privatautos auf den Weg in das besagte Skigebiet im Berner Oberland machten. Die Wetterprognose hatte schon die ganze Woche über leichten Schneefall angesagt und wirklich wurde die Landschaft nach Frutigen langsam etwas weiss gezuckert. So ging dann das Team, welches in einem Nicht-4x4-Fahrzeug die steilen Serpentinen Richtung Berggasthaus Höchst zu erklimmen hatte, mit etwas gemischten Gefühlen in die Steigung. Doch nach Anwendung eines alten Geheimtricks - etwas Luft aus den Pneus lassen, zur Erhöhung der Traktion – schafften es schlussendlich beide Solothurner Gefährte den steilen Anstieg hoch. Dass der Plan, die nötige Vorsicht an den Tag zu legen, nicht ganz unbegründet war, erfuhr die Gruppe dann auch noch aus den Medien! Denn in der vorangegangenen Nacht war der Koch des Berggasthauses "Höchst" mit seinem Auto von der vereisten Strasse abgekommen und ca. 500 m den Berg hinuntergeschlittert. Glücklicherweise hielten sich seine Verletzungen in Grenzen. Nach provisorischem Bezug der Unterkunft ging es dann unverzüglich auf die Piste, denn das Wetter zeigte sich mittlerweile von seiner schönsten Seite.

Der Neuschnee auf der Piste "zwang" dann aber die tapferen 6 "Gäuer" zur einen oder anderen Pause in angeschriebenen Häusern auf und neben der Piste. Nach einem tollen Skitag ging es zurück ins "Höchst" mit der bangen Frage im Hinterkopf, wie denn das Nachtessen ohne Koch so sein würde. Bald schon konnte aber Entwarnung gegeben werden, denn die Versorgung mit feinem Raclette konnte die verbliebene überaus freundliche Crew des Berggasthauses ohne Probleme selber sicherstellen. Nach einem gemütlichen Abend mit dem einen oder anderen "Kaltschalengetränk" oder "Kräuterlikor aus dem Appenzeller-Land" begab sich die Runde in den Massenschlag zur Ruhe und nach kurzer Zeit wurde bereits steerweise Holz im Schlaf zersägt. So war es dann nicht ganz unlogisch, dass die einen etwas später zum Zmorgen dazu stiessen als die andern… Neben der Tatsache, dass das Wetter nicht mehr an die Qualität des Vortages herankam, musste leider ein Aktiver infolge Rückenschmerzen auf das geliebte Skifahren verzichten. Die Übriggebliebenen zogen dann noch einige Zeit Ihre Bahnen auf den nun bestens präparierten Pisten, traten dann aber bald schon zusammen den Heimweg zurück in Richtung "Höchst" an. Im Berggasthaus angekommen, war die Kapazität des Restaurants durch die Begleitpersonen des gleichzeitig stattfinden Jugend-Skirennens dermassen ausgelastet, dass kurzerhand entschieden wurde, die Zelte definitiv abzubrechen und die noch freien Strassen in Richtung Heimat zu nutzen. Früher als erwartet, aber glücklich und weitgehend gesund, traf die kleine Gruppe wieder in Neuendorf ein. Es war ein tolles Weekend und die Organisatoren würden sich für das nächste Mal sicherlich eine regere Beteiligung wünschen.